Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
Kaufleute im Einzelhandel
Allgemeine Vorbemerkungen
An unserer Schule werden die Klassen mit dem Kürzel KEH und dem dazugehörigen Einschulungsjahr bezeichnet (zum Beispiel: Eine Einschulung im Jahr 2006 führt zur Klassenbezeichnung KEH-06). In der Regel folgt dann noch ein Kleinbuchstabe, der angibt, ob es sich um eine Klasse mit Schülern aus der Lebensmittelbranche handelt ("a" und "c") oder um eine Klasse mit Schülern aus anderen Branchen ("b"). Andere Branchen sind zum Beispiel: Textil, Schuhe, Leder, Haushaltswaren usw.. Zur Zeit werden die Azubis jedes Jahrganges in drei Parallelklassen unterrichtet, so dass permanent neun KEH-Klassen mit insgesamt rund 150 Schülern beschult werden.
Einschulung 2005
Aufnahmevoraussetzungen
Um in einer Klasse aufgenommen zu werden, muss ein bei der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) eingetragener Ausbildungsvertrag vorliegen. Der Arbeitgeber hat seinen Auszubildenden bis spätestens 31. Juli im Sekretariat der Schule anzumelden.
Dauer der Ausbildung
Die Regelzeiten betragen für Kaufleute drei und für Verkäufer zwei Jahre. Eine Verkürzung dieser Zeiten sind u.U. je nach individuellen Voraussetzungen möglich. Jeder Einzelfall ist mit dem Arbeitgeber, der IHK und dem Klassenlehrer zu besprechen.
Kosten
Die Schule erhebt einen Jahresbeitrag in Höhe von 10,- Euro für Verbrauchsmaterial, wie z.B. Kopien. Die persönlichen Aufwendungen für Bücher, Arbeitshefte, etc. konnten bislang unter 50,- Euro pro Jahr gehalten werden. Einige Betriebe erstatten ihren Azubis dieses Geld.
Schulort
Die Kaufleute im Einzelhandel werden in der Nebenstelle in der Schmilauer Straße in Mölln unterrichtet. Es handelt sich um das Haus der Landwirtschaft.
Stundenplan
Im ersten Lehrjahr (Grundstufe) findet der Berufsschulunterricht an zwei Tagen pro Woche statt. Es handelt sich um einen acht- und einen sechsstündigen Schultag. Die 45minütigen Unterrichtsstunden werden jeweils zu einer Doppelstunde zusammengefasst. Folglich liegen also immer 90 Minuten zwischen den Pausen. Der Unterricht beginnt um 7.30 und endet um 12.30 bzw. um 14.10 Uhr.
Im zweiten und dritten Lehrjahr (Fachstufen) fällt i.d.R. nur noch ein achtstündiger Berufsschultag an.
Leistungsbeurteilung
Es werden halbjährlich Zeugnisse ausgegeben. Die Noten basieren auf den schriftlichen Leistungen (i.d.R. zwei Klassenarbeiten pro Fach) und der Mitarbeit.
Am Ende der Ausbildungszeit erhalten die Prüflinge ein Abschlusszeugnis, welches den Notendurchschnitt der vergangenen drei Jahre zusammenfasst. Mit dem Berufschulabschlusszeugnis können Hauptschüler u.U. ihren Realschulabschluss erwerben. Näheres kann der Klassenlehrer mitteilen.
Lerninhalte in der Berufsschule
Nach der Neugliederung des Berufsbildes im Jahre 2004 gibt es keine traditionellen Unterrichtsfächer wie z.B. Wirtschaftslehre, Rechnungswesen oder Warenverkaufskunde mehr. Die Inhalte sind damit nicht verschwunden, sondern an die heutige Zeit angepasst. Der Lerninhaltskatalog wurde in 14 Lernfelder gegliedert.
Einschulung 2005
An der Berufsschule wird erwartet, dass die Schüler bereits über einen angemessenen Reifegrad verfügen, so das sie in der Lage sind eigenverantwortlich und diszipliniert dem Unterricht zu folgen. Die Berufsschule baut auf den wichtigsten Grundkenntnissen in den Fächern Deutsch und Mathematik (Rechnen) auf. Defizite in diesen Bereichen gefährden den erfolgreichen Abschluss. Ausbildungsreife – auch unter den Fachleuten ein heißes Eisen
Fehlverhalten und Fehlzeiten in der Berufsschule sind denen im Betrieb gleichzusetzen. Schulzeit ist Arbeitszeit. Das heißt u.a., dass auch hier ordentliche Krankmeldungen ("gelber Schein") vorzulegen sind.
Die Schule steht in Problemfällen in engem Kontakt zum Arbeitgeber.