Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
ANTIGONE
von Sophokles
Klassenlesetagebuch der VBGE01b (VBGE 11B)
Oberstufe der Berufsfachschule für Gesundheit und
Ernährung

I. Titelblätter der Lesetagebücher
II. Inhaltsangabe zu der Dramenhandlung
In dem Drama "Antigone" von Sophokles, übersetzt von Wilhelm Kuchenmüller, werden zwei gleichberechtigte Prinzipien dargestellt, welche das Wesen der Tragödie ausmachen. Der Verletzung des Staatsrechts steht der Vollzug des religiösen Kultes, dem Bestattungsgebot der Götter, gegenüber.
Die Schwestern Antigone und Ismene sind allein aus ihrer Familie hinterblieben, da die Mutter sich selbst das Leben nahm und der Vater ebenfalls. Die Brüder Polyneikes und Eteokles töten sich im Streit um die Herrschaft in Theben gegenseitig. Antigone hat ihren toten Bruder Polyneikes, der dazu verurteilt ist, nicht begraben zu werden, trotz des Verbots von König Kreon ehrenvoll bestattet. Das auf diese Tat der Tod folgt, ist ihr bewusst. Der König erfährt durch von dieser Tat, ist wütend und will den Täter, welchen die Wächter ihm auch bringen. Kreon ist entsetzt. Die Täterin ist seines Sohnes Verlobte, Antigone, die ihre Freveltat noch nicht einmal bereut und daher ihre Strafe bekommt. Kreons Sohn Haimon ist besorgt um Antigones Leben und trennt sich im Streit von seinem Vater, den er nicht umstimmen konnte. Der erboste König lässt Antigone lebendig in ein Felsengrab einmauern und hofft so auf deren qualvollen Tod. Schreckliches ereilt währenddessen die Stadt Theben. Der Leichnam des Polyneikes ist überall von Hunden und Vögeln verstreut worden. Die Stadt ist letztendlich durch Kreons Urteil verseucht. Erst jetzt schenkt er den Stimmen Glauben, die ihn zuvor vor dieser Entscheidung gewarnt hatten. Er verleugnet sich schließlich selbst und zieht sein Urteil zurück. Er begräbt Polyneikes und eilt zur Gruft, um Antigone zu befreien. Sein Bemühen, sich zu bessern, ist jedoch umsonst. Der König findet Antigone erhängt und seinen Sohn, der sich vor seinen Augen ersticht. Die Nachricht ereilt Eurydike, Haimons Mutter und Kreons Frau, die sich aus Trauer um ihren Sohn ebenfalls das Leben nimmt. Kreon ist erschüttert und verzweifelt.
Die Tragödie "Antigone" ist ein antikes Drama, welches in Versen und in einer gehobenen Sprache verfasst ist. Damit wird ein Bezug hergestellt, dass Sophokles die Dramenhandlung der griechischen Sagenwelt entnahm, was auch die heute unüblichen Namen der Figuren erklärt. Die Tragödie ist spannend und mitreißend aufgrund des dargestellten Konflikts zwischen Antigone und König Kreon. Schon die ersten Verse sind von Spannung und Handlung geprägt. Es wird deutlich gemacht, dass man sich nicht nur auf eigene Gefühle oder den eigenen Standpunkt berufen, sondern auch die Meinung anderer bedenken sollte, bevor man handelt und eventuell Fehler begeht.
Jessica Dittmann
III. Charakteristik von Antigone
Der griechische Dramatiker Sophokles beschreibt in seiner Tragödie "Antigone" die Schicksalsschläge einer Königsfamilie im antiken Griechenland. Im Folgenden wird die Hauptfigur Antigone charakterisiert.
Antigone ist eine Frau, die sich im Gegensatz zu den meisten Menschen auch in schwierigen Lebensumstände nicht unterkriegen lässt. Als sie zu ihrer Schwester Ismene geht, um ihr zu berichten, dass ihrer beider Bruder Polyneikes nicht ehrenvoll begraben werden sollen und ihre Schwester ihr davon abrät, es selbst zu tun, macht sie ihrer Schwester Vorwürfe. Sie trotzt dem Gesetz von König Kreon, da sie Polyneikes begraben möchte, obwohl dieser es verboten hat. Antigone hat ehrenvolle Absichten, weil sie durch diese Tat die Familienehre retten möchte. Sie begräbt ihren Bruder, dies hätten viele Menschen nicht getan, da diese Angst vor dem Sterben haben. Antigone dagegen hat keine Angst vor dem Sterben, sie ist fest entschlossen und nimmt Leid auf sich. Außerdem weiß sie, wenn sie ihren Bruder begräbt, steht keine Schuld zwischen ihr und den Göttern und sie sieht dann ihren verstorbenen Bruder in der Totenwelt, dem Hades, wieder. Als sie von den Wachen überführt wird, gesteht sie die Tat ohne Furcht und ist sehr selbstsicher. Antigone bekennt sich König Kreon gegenüber selbstbewusst zu ihrer Tat und leugnet nichts.
Antigone ist für mich eine Heldin, weil sie die Familienehre retten möchte, obwohl sie genau weiß, was dann auf sie zukommt. Sie stellt sich der Verantwortung.
IV. Grafische Darstellung einzelner Szenen
V. Neufassung der Vorgeschichte
Das Königspaar Ödipus und Iokaste hatte vier Kinder: Eteokles und Polyneikes, Antigone und Ismene. Eines Tages fuhren Ödipus und seine Frau für ein Wochenende in die Berge. Aber sie kamen nie mehr zurück. Nach drei Tagen erfuhren Eteokles, Polyneikes, Antigone und Ismene, dass ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Nachdem Ödipus gestorben war, musste jetzt einer von den Söhnen das Land regieren. Sie haben abgestimmt, dass sie sich immer nach einiger Zeit abwechseln wollen. Und das ging einige Zeit lang auch gut. Sie alle wohnten bei ihrem Onkel Kreon, dem Bruder von Iokaste. Kreon war ein sehr böser und selbstsüchtiger Mensch. Er hatte es schon vor langer Zeit auf die Königsstelle abgesehen. Eines nachts brachte er Eteokles und Polyneikes um. Anschließend stellte er die Szene so dar, dass alle glaubten, dass sie sich in einem Kampf erschlagen hätten. Nun war er der König von Theben geworden. Er entschied, dass Eteokles begraben wird und Polyneikes auf der Erde liegen bleiben muss. Kreon hat dem Volk berichtet, dass die Brüder sich im Kampf erschlagen hätten, weil Polyneikes es Eteokles verbieten wollte, zu regieren.
VI. Briefe an einzelne Dramenfiguren
Liebe Antigone!
Ich als deine beste Freundin stehe normalerweise voll hinter deinen Taten. Ich weiß auch, dass man dich nicht von deinen Absichten abbringen kann, aber in diesem Fall ist alles anders. Ich finde es sehr schlimm, was mit deiner Familie passiert ist. Doch gefällt es mir nicht, dass du dich gegen das Gesetz auflehnen willst. Du kannst mit deinem Leben dafür bezahlen. Ist dir das klar? Ich bitte dich, tue das nicht. Ismene, deine Schwester, hat sich auch bei mir gemeldet. Sie wünscht sich, dass ich dich vielleicht von deiner Tat abbringen kann. Denk´ doch ein Mal daran, was Du Haimon, Ismene, und mir damit antust? Wir brauchen Dich doch! Haimon liebt Dich! Er will dich heiraten. Ismene braucht dich als ihre Schwester. Sie ist nicht so stark wie Du, dass weißt Du. Wenn du für die Tat mit deinem Leben bezahlst, hat sie niemanden mehr. Ich brauche dich auch als meine beste Freundin. Ich hoffe sehr, dass dich mein Brief noch umstimmt.
Antigone tu es nicht!
In Liebe deine beste Freundin
Theben, am 2. Tag nach der großen Schlacht
Eine Freundin, die es gut mit dir meint:
An Antigone!
Du wirst diesen Brief finden, wenn du deinen Ruheraum betrittst. Ich habe gehört, wie du, Antigone, mit deiner Schwester Ismene gesprochen hast. Du hast ihr gesagt, dass du deinen Bruder Polyneikes beerdigen willst. Mein dringender Rat ist: Tu das nicht! Ich verstehe, dass du dich nicht an das Verbot von König Kreon halten willst. Polyneikes ist dein Bruder, du liebst ihn und glaubst, dass die Götter ihn nicht aufnehmen, wenn er nicht bestattet wird. Aber Polyneikes hat gegen Theben gekämpft. Seine Soldaten wollten Theben zerstören und ausrauben. Sie hätten viele Menschen umgebracht, auch Kinder. Vielleicht hätten sie sogar dich und deine Schwester getötet. Außerdem hat er deinen Bruder Eteokles umgebracht. Damit hat er sich gegen seine Stadt, den König und seine Familie gestellt. Er hat das Recht verloren, ehrenvoll bestattet zu werden. Die Götter sollen entscheiden, ob sie ihn aufnehmen. Du hast keinen Einfluss auf die Entscheidung der Götter. Sie nehmen Polyneikes auf oder nicht. Es ist egal, ob du ihn beweinst und ehrenvoll bestattest oder nicht. Du hast die Pflicht zu leben. Später einmal wirst du die Königin von Theben sein, wenn du Haimon heiratest. Deine Kinder werden nicht geboren werden, wenn du jetzt stirbst. Jeder muss sein Schicksal selbst entscheiden. Polyneikes wollte kämpfen und hat verloren. Du Antigone bist kein Mann und kannst nicht mit einer Waffe kämpfen. Aber du kannst neues Leben schenken. Sei nicht starrsinnig, sondern sei vernünftig!
Mit freundlichen Grüßen,
eine treue Dienerin des Palastes, die
nicht erkannt werden darf.
Lieber Kreon,
ich finde, dass sie Antigone unrecht tun.
Sie hat doch nichts Falsches gemacht, nur ihren eigenen Bruder begraben. Sie hat das gemacht, was jeder für seine Familie tun würde. Und das Gesetz finde ich, sollten sie nicht allein erlassen. Und wenn sie jetzt sterben muss, haben sie es nur sich zu zuschreiben. Vergessen sie bitte nicht, dass sie die Verlobte ihres Sohnes ist. Denken sie einmal nach, wie ihr Sohn sich dabei fühlen wird. Er wird, wenn er an Antigone denkt, nur noch sehen können, dass sie ein Mörder sind, weil sie seine Verlobte sterben lassen wollen.
Ich glaube die Mehrheit der Bevölkerung sollte darüber entscheiden, ob Antigone noch leben soll oder nicht. Das würde doch jeder für seine Familie tun. Und glauben sie mir, wenn sie an Antigones Stelle entscheiden müssten, hätten sie das Gleiche wie sie getan.
Man kann nie wissen, was am nächsten Tag passieren wird, also überlegen sie sich das noch einmal gründlich!
...
Sehr geehrter König von Theben,
ich finde es nicht gerade nett, dass Sie Antigone in eine kleine, enge Felsengruft einsperren. Einerseits finde ich es nicht in Ordnung, dass sie jetzt so bestraft wird, denn sie wollte nur, dass ihr geliebter Bruder ehrenvoll begraben wird. Andererseits kann ich ihre Wut und ihren Zorn sehr gut nachvollziehen. Schließlich hat sie gegen ein Gesetz verstoßen. Und das ist nicht gerade das, was sie hätte tun sollen. Aber, bitte haben sie Gnade und seien Sie nicht so hart mit Ihr. Sie wollte bestimmt nicht gegen das Gesetz verstoßen. Sie wollte nur nicht, dass ihr Bruder auf dem Feld verwesen muss. Ich würde es besser finden, wenn Sie Antigone auf eine andere Art und Weise bestrafen würden. Sie könnten sie zum Beispiel aus Theben verbannen. Das wäre nicht so schlimm, wie wenn sie in diesem schrecklichen und engen Kerker verweilen muss.
Mit freundlichen Grüßen ...
Lieber Haimon,
ich schreibe Dir nur, weil
ich Dich bewundere, wie Du mit dieser Situation fertig wirst.
Du liebst
Deine Verlobte Antigone, aber auch Deinem Vater möchtest Du nicht widersprechen.
Das kann ich verstehen und nachvollziehen. Du, Sohn des Königs, musst für
Gerechtigkeit stehen, denn Du wirst auch einmal den Thron besteigen müssen und
dann wird das Ganze in Deiner Macht stehen. Wenn du nicht weißt, was falsch oder
richtig ist, dann frage doch einfach das Volk und den Seher Teiresias. Der Seher
wird doch am besten wissen, welchen Rat Du brauchst!
Lass` Dir doch auch
Deine Zukunft von ihm vorhersagen und er wird Dir schon die Wahrheit sagen!
Ich glaub`, ich muss mit Dir schimpfen, was hab` ich da gehört? Du hast
Deinem Vater mit Selbstmord gedroht? Dann schäm` dich! Was soll denn Antigone
ohne Dich machen?
Und was wird aus deiner Mutter? Sie liebt Dich doch über
alles! Ich hoffe, Du hast es nur aus Wut gesagt, denn es wäre traurig, wenn
unser zukünftiger König schon jetzt stirbt. Oh, die Götter sollen Dich
beschützen!
Sage Deinem Vater, er soll für die Gerechtigkeit kämpfen und
nicht woran er glaubt. Er soll seinem Volk dienen!!!
Mit freundlichen Grüßen,
Eure Näherin
Liebe Ismene!
Ich habe von dem Vorhaben deiner Schwester Antigone gehört. Ich finde es
gut und mutig von ihr. Aber eines verstehe ich nicht, wieso hast du zum König
gesagt, dass du an der Tat beteiligt warst, obwohl das nicht stimmt?
Erst
willst du ihr nicht helfen und als es um die Bestrafung beim König geht, sagst
du einfach, dass du dabei warst. Das passt doch nicht zusammen. Ich verstehe ja,
dass du zu deiner Schwester hältst, aber bevor du dich für ihre Tat mit in den
Tod stürzt, solltest du einmal nachdenken, ob es das wirklich wert ist! (Aber
was du tust, musst du selbst wissen!)
Mit freundlichen Grüßen
...
PS: Der Tod deiner Schwester tut mir sehr leid für dich, es hätte nicht so kommen dürfen!
VII. Tagebucheinträge aus Sicht der Dramenfiguren
Liebes Tagebuch,
ich wollte vorhin meine
einzige Schwester fragen, ob sie mir hilft unseren Bruder Polyneikes zu
begraben. Er ist ja bei der Schlacht um Theben ums Leben gekommen, genauso wie
unser anderer Bruder Eteokles.
Da Polyneikes verlor, soll er nicht bestattet
werden, so verkündete es König Kreon. Das ist nicht gerecht! Jedem sollte eine
letzte Ehre gebühren. Und ich will ja später wieder mit meiner ganzen Familie
vereint sein, auch mit Polyneikes.
Ich will, dass er beerdigt wird und wenn
Ismene mir nicht hilft, dann muss ich es wohl selbst vollbringen.
Ich bin
enttäuscht von ihr, es ist doch unsere Familie. Andererseits kann ich sie auch
verstehen, denn wer das Gesetz bricht muss durch Steinigung sterben. Sie hat
sicherlich Angst und wollte mich wohl deshalb davon abhalten.
Aber ich werde
Polyneikes beerdigen, auch ohne Hilfe, denn die Ehre meiner Familie muss
verteidigt werden!
Also bis bald, Tagebuch!
Liebes Tagebuch!
Meine Schwester Antigone
hat mit mir gesprochen.
Sie hat mir erzählt, dass Kreon Eteokles begraben
will und Polyneikes Leichnam will er unbegraben liegen lassen. Antigone findet
das schrecklich und will Polyneikes auch begraben, aber Kreon hat es verboten.
Sie will sich dem Befehl widersetzen und wer das tut, soll durch Steinigung
sterben.
Sie hat mich gebeten ihr zu helfen, aber ich habe Angst um sie und
um mich und deshalb habe ich sie im Stich gelassen.
Antigone möchte, dass ich
es den Leuten aus der Stadt erzähle.
Meine arme Schwester, wir haben
verschiedene Meinungen und nun ist sie fort.
Liebes Tagebuch,
seit dem Tod meiner
Eltern und meiner Brüder ist es mir sehr schwer gefallen mein Leben
weiterzuleben. Aber meine Schwester Antigone, die mir noch geblieben ist, gab
mir die Kraft mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Aber nun habe ich
Angst meine Schwester zu verlieren, denn Antigone begibt sich genau auf den Weg
dahin. Denn sie will unseren zweiten Bruder begraben, der laut dem Gesetz von
Kreon, unserem König, nicht begraben werden darf. Antigone will unseren Bruder
Polyneikes begraben und da sie dadurch das Gesetz übertritt, wird sie dann mit
der Steinigung bestraft werden. Ich habe Angst, denn ich will sie nicht
verlieren!!! Was mach` ich nur, ich konnte sie nicht davon abhalten.
Hilfe!!!!
Liebes Tagebuch, wer kann mir nur jetzt HELFEN??
Deine Ismene
Grabrede für meine liebe Antigone
Heute, das letzte Mal spreche ich zu dir. du warst meine beste Freundin und gegangen
bist du als Heldin, warst immer aufrichtig, ehrlich und hast gekämpft für die
Ehre deines verstorbenen Bruders. Vergessen werde ich dich nie, in Gedanken bist
du bei mir.
Ich hätte zu dir gehalten und wäre, auch wenn mir das gleiche
Schicksal widerfahren wäre wie dir. Doch wären wir zusammen abgestiegen und ich
könnte jetzt bei Dir sein, du fehlst mir so, meine liebe Antigone.
Nun bete ich zu Hades, dass es dir nun bei deiner Familie, die du durch das Begräbnis
deines Bruders zusammengehalten hast, gut geht und du in Ruhe und Frieden ruhst.
Leben wir, so leben wir für unsere Götter.
Sterben wir, so sterben wir
für unsere Götter.
Darum, ob wir leben oder sterben, so sind wir bei unseren
Göttern.
Hades wache über meine liebe Antigone!

Grabrede für die verstorbene Antigone
Wir haben uns heute hier zusammengefunden, um von Antigone Abschied zu
nehmen.
Wer war Antigone?
Sie war jung und kämpfte für
Gerechtigkeit.
Dabei wurden Antigone viele Steine in den Weg gelegt und
trotzdem hielt sie immer zu ihrer Familie und forderte für diese ihr
Recht.
Des Kampfes müde ist Antigone von uns gegangen.
Wir hoffen, dass
sie ihren Frieden und ihre Ruhe gefunden hat.
So lasst uns in aller Stille
Abschied nehmen.
Grabrede für Antigone
Liebes Volk, wir haben uns hier versammelt,
um Antigone die letzte Ehre zu erweisen. Sie musste sterben, weil sie gegen den
Willen des Königs ihren toten Bruder beerdigt hat. Ihr war es egal, dass sie
ihre Tat mit dem Leben bezahlen musste. Nun, da sie wieder bei ihrer geliebten
Familie sein kann - die alle durch ihre eigenen schrecklichen Schicksale den Tod
fanden - wird sie hoffentlich Frieden finden und glücklich sein.
Antigone
war eine Frau mit einem starken eigenen Charakter. Sie kämpfte für
Gerechtigkeit, zeigte in ihrem Leben mutiges, konsequentes Handeln, blieb sich
selbst treu, machte das, was sie für richtig hielt und wusste immer, was sie
wollte. Sie setzte sich für andere ein. In ihrem viel zu kurzen Leben hat sie
viel gelitten, da sie ihre Familie schon in jungen Jahren verlor. Auf ihrer
Familie lastete ein Fluch, der damit begann, dass ihr Vater unbewusst seine
eigene Mutter heiratete, da er von seinem Vater als Neugeborener weggeben wurde.
Ihre geliebten Brüder verlor sie plötzlich und vollkommen unerwartet an einem
Tag, da sie im gegenseitigen Kampf ums Leben kamen.
Wir werden Antigone in
guter Erinnerung behalten. Sie wird uns unvergessen bleiben und als Heldin von
Theben in die Geschichte eingehen.
Lasset uns beten und Antigone in unsere
Herzen einschließen.
Grabrede für Antigone
Wir haben uns heute so zahlreich hier versammelt, um Abschied von einer Person zu nehmen, die uns allen sehr am Herzen liegt. Auch wenn wir an die schönen Momente mit unserer liebsten Antigone denken, kann es in dieser schweren Stunde den tiefen Schmerz des Abschieds nicht lindern. Sie war eine sehr liebe und einfühlsame Person, die stets für ihre Familie und Mitmenschen da war. Antigone liebte ihre Familie über alles. Trotz allem ist unsere Trauer groß und diese unendliche Trauer kann uns auch keiner nehmen, denn wir alle wollen Antigone mit all ihren guten Taten und ihrem guten Herzen in Erinnerung behalten und sie niemals vergessen.
Sophokles (Nachruf)
Wir stehen an deinem Grab und denken an die Zeiten,
in denen Du noch glücklich
warst, egal, was passierte.
Wir wünschten, wir könnten Dich noch einmal sehen
und alles rückgängig machen, was geschehen ist.
Du warst doch immer gesund
und munter,
wir können nicht glauben, dass es Dich nicht mehr gibt.
In
unserem Haus ist ein Platz leer, und das für immer.
Wir wünschten, du wärst
noch hier, denn wir vermissen dich so sehr!!!
Tragiker Sophokles
* um 496 v. Chr.
+ 406 v. Chr.
Wir werden dich nie vergessen ---
deine
Familie,
deine Verwandten,
deine Freunde,
deine Fans und Leser.
Athen, im Jahre 406 v. Chr.