Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg
Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts
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Die Geeste auf dem Elbe-Lübeck-Kanal bei Siebeneichen
Lesen Sie im folgenden Informationen und Interessantes aus dem Geeste-Flyer, erstellt von der Klasse OAVJ-T2 1998/99:
Alexander Alwart, Harun Arslan, Andy August, Eugen Bechthold, Björn Bethin, Björn Böer, Kai Brandt, Thorsten Drewes, Michél Eckert, Michael Flögel, André Hebben, René Kurth, Mirco Maslaka, Christian Pöche, Evginij Vogelsan, Torsten Winter.
Geeste - Flyer
WILLKOMMEN
an Bord der
"GEESTE"
Das Projekt "Klassenschiff"
Das ehemalige Binnenschiff wurde 1990 vom
Schulträger, dem Kreis Herzogtum Lauenburg, in Bremen angekauft und wird
seitdem in einem projektorientierten Unterricht des Bildungsganges
Ausbildungsvorbereitendes Jahr zu einem "schwimmenden Klassenraum bzw.
Klassenschiff" aus- und umgebaut.
Die Arbeiten und der Unterricht auf
dem Schiff sollen den Schülerinnen und Schülern durch Kennenlernen der
Berufsfelder Holz, Metall, Farbe und Bau Hilfen bei ihrer Berufswahl
geben. Die für das erfolgreiche Bestehen in Ausbildung und Beruf
notwendigen Verhaltensqualitäten der Schülerinnen und Schüler, wie es zum
Beispiel Belastbarkeit, Motivierbarkeit und Zuverlässigkeit sind, werden
durch das gemeinsame Planen und Arbeiten und durch die Klassenfahrten
verbessert.
Die Kennlernfahrt zum Beginn des Schuljahres, der
Elternabend an Bord, der Theaterbesuch mit Übernachtung auf dem Schiff und
die einwöchige Abschlussfahrt auf der Elbe macht die Arbeit mit den
oftmals aus problembehafteten sozialen Umfeldern stammenden Schülerinnen
und Schülern erfolgreicher.
Aus der Erfahrung der bisher durchgeführten
Fahrten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal, der Elbe und dem Elbe-Seiten-Kanal ist
es möglich, den Schülerinnen und Schülern Kenntnisse und Verständnis für
Natur und Umwelt zu vermitteln. Dies gilt insbesondere für die Elbtalauen,
wo jeder einzelne angehalten sein sollte, an der Erhaltung der
Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen mitzuwirken.
Ausbau der "Geeste"
Der ehemalige Laderaum wurde entrostet und
konserviert. Nach dem Einbau der Bullaugen und Oberlichter konnte die
Isolation eingebracht werden. Es entstanden sieben Kajüten mit insgesamt
28 Schlafkojen. Jede Kajüte wurde mit einer Nasszelle ausgestattet, in
denen WC, Dusche und Waschbecken vorhanden sind.
Der große
Aufenthaltsraum beinhaltet einen Küchenbereich mit zwei Elektroherden.
Diese und das eingebaute Bugstrahlruder versorgt ein Stromgenerator,
dessen Anschaffung durch eine 10.000 DM-Spende der Deutschen Bank möglich
wurde.
Die Außenhaut der "GEESTE" wurde durch jährliche Werftbesuche
und die Konservierungsarbeiten der Schüler instandgesetzt. Für das
Oberdeck bauten die Schüler Liegestühle und Bänke.
Nach Erfüllung der
letzten Auflagen (Alarmanlage, Rauchmelder, Reling, etc.) wurde die
"GEESTE" 1997 von der Schiffsuntersuchungskommission als
Motorfahrgastschiff abgenommen.
Schwerpunkte der Arbeiten für die
nächsten Jahre sollen das Steuerhaus mit seinen Kajüten, die elektrische
Anlage und der Maschinenraum sein. Parallel zum Ausbau des Schiffes wurde
der Liegeplatz am Städtischen Bauhof mit Brücke, Container, Stromanschluss
und Wegbefestigung ausgestattet.
Die Vakuumanlage
Mit einer Spende über 50.000 DM der
Umweltstiftung der Hamburgischen Elektrizitätswerke und weiterer Hilfen
wurde eine Vakuumanlage für die Abwässer auf der "GEESTE" gebaut.
Es
werden sieben Vakuum WCs betrieben, die nur 1,5 Liter Wasser pro Spülgang
benötigen. Somit kann mit dem nur begrenzt vorhandenen Trinkwasser auch
geduscht werden.
Das Duschwasser, das Küchenabwasser und das Wasser der
Handwaschbecken wird in drei Zwischentanks gesammelt. Diese werden
automatisch von der Vakuumanlage abgesaugt. Alle Abwässer werden in einem
großen Vakuumtank gesammelt, aus dem sie dann an Land entsorgt
werden.
Verhalten an Bord
| Sicherheit: | Nicht aus Spaß den
Notruf-Taster betätigen! Nicht ohne Grund "Mann über Bord!" rufen. |
| Trinkwasser
und Abwasser: |
Sind nur begrenzt
vorhanden. Bitte äußerst sparsam verwenden. |
| WC-Benutzung: | Nur wenn die Warnlampe
nicht leuchtet. Den Auslöseknopf kräftig in der Mitte drücken. Niemals Hygieneartikel oder andere feste Gegenstände in das Becken werfen. |
| Unter Deck nicht rauchen: | Unter Deck darf nicht geraucht werden, weil unter Deck Feuermelder angebracht sind. |
| Kein Müll über Bord werfen: | Das gibt Ärger mit der Wasserschutzpolizei. |
MS "GEESTE"
ex "STENUM"
Neubau Nr. 323
Der Motorleichter "STENUM" wurde im Auftrag der Reederei Glässel & Co., Bremen, im Jahr 1960 auf der Werft in Elsfleth gebaut. Die ursprünglichen Daten des Schiffes sind in der Liste der Neubauten wie folgt vermerkt:
| Länge über alles: | 32,44 m |
| Länge zwischen den Loten: | 31,00 m |
| Breite: | 7,00 m (Laut Schiffsattest beträgt die Breite 7,18 m.) |
| Seitenhöhe bis Hauptdeck: | 2,25 m |
| Tiefgang: | 2,26 m |
| Tragfähigkeit: | 315 tdw |
| Antrieb: | Deutz-Diesel, Type SA 12L
614 (Seitdem 1976 der Maschinenraum ausbrannte: Deutz-Diesel / Type 12L 714 mit 187 PSe) |
| Leistung: | 150 PSe |
| Drehzahl: | 1500 / 750 UpM |
| Geschwindigkeit: | 8,85 kn |
| Heimathafen: | Bremen |
| Kiellegung: | April 1960 |
| Stapellauf: | 11.08.1960 |
| Werftprobefahrt: | 31.08.1960 |
| Abnahmefahrt: | 31.08.1960 |
| Strom-Aggregat: | Ursprünglich im Fernsehturm Niebüll
eingesetzt. Deutz-Diesel / Type 6L 714 / 90 PSe / 1500 UpM Piller-Generator 400/230 V / 50 Hz / 56 KVA |
Die Elbe
| Breite: | bis zu 11 km bei Cuxhaven | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Länge: | ca. 1100 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Quelle: | Riesengebirge / CZ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mündung: | Nordsee bei Cuxhavenv | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bundesländer, durch die die Elbe fließt: | Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg - Vorpommern, Schleswig - Holstein, Hamburg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fließgeschwindigkeit: | 3 bis 11 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fahrgeschwindigkeit: | Unbegrenzt | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Entstehung: | Vor 70.000 Jahren /
Weichsel-Eiszeit. Vorher Entwässerung über das Ohre-Aller-Weser-Urstromtal | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kilometrierung: |
|
Der Elbe - Lübeck - Kanal
| Grundsteinlegung am: | 31.05.1885 |
| Inbetriebnahme: | 16.06.1900, nach 7-jähriger Bauzeit |
| Wasserspiegelbreite: | 30 - 32 m |
| Sohlenbreite: | 29 - 22 m |
| Böschungsneigung: | 1:2 |
| Wassertiefen (Soll): | 2,50 m/2,80 m/3,0 m/3,65 m |
| Länge : | 67,2 km, ( einschl. Kanal - Trave ) |
| Tariflänge: | 60,00 km |
Eine Seilfähre in Siebeneichen.
Sieben Schleusen mit folgenden Abmessungen:
| Nutzbare Länge: | 81 m | ||||||||||||||
| Breite: | 12,0 m bzw. 17,0 m auf 58,9m Länge | ||||||||||||||
| 1 Klapptor, 1 Stemmtor, Hotoppscher Antrieb ohne Energiezufuhr |
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| Schleusenhübe: |
|
Zul. Schiffsabmessungen
| Länge: | 80,0 m / 81,0 m |
| Breite: | 11,6 m / 9,5 m |
| Abladung: | 2,0 m / 2,1 m |
| Schiffsaufbauten: | 4,40 m |
Der Elbe Seitenkanal
| Baujahr: | 1968 - 1976 |
| Kosten: | 1,7 Milliarden DM |
| Länge: | 115,2 km |
| Tiefe: | 4,65 m |
| Breite: | 26,0 m |
| Anfang: | Mittellandkanal, westlich der Schleuse Süllfeld |
| Ende: | Elbe, km 573, westlich von Lauenburg |
| Schleuse: | Uelzen, Kanal - km 61, 23 m Hubhöhe |
| Hebewerk: | Scharnebeck, Kanal - km
106, 38 m Hubhöhe |
| Fahrgeschwindigkeit: | max. 12 km/h |
Dieser Flyer wurde erstellt von der Klasse OAVJ-T2 1998/99:
Alexander Alwart, Harun Arslan, Andy August, Eugen Bechthold, Björn Bethin, Björn Böer, Kai Brandt, Thorsten Drewes, Michél Eckert, Michael Flögel, André Hebben, René Kurth, Mirco Maslaka, Christian Pöche, Evginij Vogelsan, Torsten Winter.
Die Geeste an ihrem Liegeplatz im Möllner Hafen
[Juni 1997]
- bei der Lagebesprechung (v.l. nach r.):
Kuddl Berger und Knut
Henners [Kaptains],
Frau Bergmann [HEW], Mrs Dottie Moulton [Kuna High School,
Idaho, USA]