Berufsbildungszentrum Mölln
Regionales Berufsbildungszentrum
des Kreises Herzogtum Lauenburg

Rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts

Schulprojekt SONNE online

  1. Zum Projekt
  2. Zum Aufbau
  3. Zur Anlage
  4. Zur Verwendung
  5. Die Kosten

I. Zum Projekt

Der Stromversorger Preussen Elektra und Partnerunternehmen fördern ein Projekt bei dem Energie durch eine Solaranlage gewonnen wird. Dieses Projekt wird als SONNEonline bezeichnet. Im Norddeutschen Raum werden ca. 450 Solaranlagen, davon 45 in Schleswig - Holstein, an ausgewählten Schulen zur Verfügung gestellt.

Auch die Beruflichen Schulen des Kreises Herzogtum Lauenburg in Mölln bemühten sich erfolgreich um eine Solaranlage. Seit dem 2. November 1998 befindet sich auf dem Dach des E-Traktes (alte Bauhalle) eine sogenannte Photovoltaikanlage.

Die Solaranlage auf dem Dach des E-Traktes

 

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II. Zum Aufbau

Nach eingehenden Beratungen (mit Vertretern der Schleswag AG und des Kreisbauamtes) konnten wir nach den Herbstferien mit dem Aufbau der Anlage beginnen. Der Kreis ließ auf dem Dach des E-Traktes ein begehbares Gerüst herstellen, so daß der LK Elektrotechnik (12. Jahrgang) am 2. November mit dem Aufbau der Anlage beginnen konnte. Innerhalb von sechs Stunden waren die Solarzellen und ein Schaltschrank montiert, so daß am nächsten Tag die Schüler der Elektroinstallateur- und Energieelektroniker-Mittelstufe die Elektroinstallation vornehmen konnten. Dazu war in den Wochen vorher schon von Schülern der Elektroinstallateur-Gesellenstufe ein ca. 30 m langer Kabelkanal angebracht worden. Dafür benötigten sie ebenfalls sechs Stunden.
Der Physik-Grundkurs (12. Jahrgang) demonstrierte an den beiden Tagen der offenen Tür die Funktion der Anlage mit Hilfe mehrerer Glühlampen und eines Staubsaugermotors.

Unser Versuchsaufbau am Tag der offenen Tür

 

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III. Zur Anlage

Die Anlage besteht aus der Solarplatte, einer Halterung, einer DC- Freischaltstelle, einem Wechselrichter und diversem Zubehör. Die Solarplatte ist zusammengesetzt aus neun Solarmodulen. Jedes Modul ist 140 cm hoch, 62,5 cm breit und 3,6 cm dick. Das bedeutet, daß die gesamte Fläche der Platte 7,875 m² beträgt. Die Anlage ist nach Süden ausgerichtet und der Anstellwinkel beträgt 30 Grad. Die Photovoltaikanlage erreicht eine Spitzenleistung von 1080 Wpeak. Der von der Solaranlage erzeugte Gleichstrom wird im Netzeinspeisegerät in sinusförmigen Wechselstrom umgeformt.

Das TG 12 (Technisches Gymnasium) beim Aufbau der Solaranlage. Zu sehen sind zwei der insgesamt neun Solarmodule.

 

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IV. Zur Verwendung

Das Abkommen mit PREUSSEN ELEKTRA besagt, daß die Schule sich bereit erklärt über einen Zeitraum von drei Jahren die Daten über den Energiegewinn zu sammeln und im Internet zu veröffentlichen. Dafür sind die Physik-Grundkurse des 12. Jahrgangs verantwortlich. Die gesammelten Daten aller Anlagen werden vom Fraunhofer-Institut ausgewertet. Nach Ablauf der drei Jahre geht die Anlage ins Eigentum der Schule über. Der erzeugte Strom wird in das Schulnetz eingespeist und in den Ferien wird der überschußstrom an das öffentliche Netz abgegeben.

Herr Puspack mit der Versuchskonstruktion

 

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V. Die Kosten

Die gesamte Anlage kostet 18.000,-- DM. Bei optimaler Sonneneinstrahlung soll die Anlage 800 - 1000 kWh im Jahr erzeugen. Das ist ungefähr ¼ von dem, was eine vierköpfige Familie im Durchschnitt bei uns an elektrischer Energie benötigt. 1 kWh aus dem Netz der Stromversorger kostet ca. 0,30 DM, d.h. unsere Anlage bringt eine Ersparnis von ca. 300,-- DM pro Jahr. Das bedeutet, daß eine vierköpfige Familie vier solcher Anlagen benötigt (also 72.000,-- DM), um das ganze Jahr über ausreichend Strom zu erhalten. Das wiederum bedeutet, die Stromversorgung mit einer Solaranlage rentiert sich erst nach 60 Jahren, wenn man mögliche Reparaturen außer acht läßt. Eine Garantie wird nur auf 20 Jahre gewährleistet.

Herr Markmann mit dem Sunny Boy (Wechselrichter)

 

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